Schildkrötenwege oder Wie ich beschloss, alles anders zu machen

Schildkrötenwege oder Wie ich beschloss, alles anders zu machen

1. September 2018 0 Von Ronja

Rezension Werbung

 

Autor: Matthew Quick

Preis: 16,95 €

Seitenanzahl: 304

Übersetzer: Knut Krüger

Verlag: dtv

Leseprobe: >> gibt es hier <<

 

 

 

Inhalt:

Von der Schwierigkeit, gegen den Strom zu schwimmen

Ihr ganzes Leben lang gehörte Einserschülerin und Spitzensportlerin Nanette O’Hara zu den

Mädchen, die alle Regeln befolgen – bis zu dem Tag, als sie den Kultroman ›Der Kaugummi-Killer‹ liest. Auf einmal beginnt Nanette, ihr gesamtes Dasein in Frage zu stellen, und sie trifft auf den Einzelgänger Alex, der, ebenfalls ein großer Fan des Buchs, sich ähnlich wie der Held im Roman konsequent jeder Anpassung verweigert. Als Nanette und Alex sich ineinander verlieben, und sich näherkommen, fasst sie erstmals den Mut, sich offen gegen ihr bisheriges Leben aufzulehnen. Doch die radikale Weise, mit der Alex seine Auflehnung durchzieht, bereitet Nanette zunehmend Probleme…

 

Meine Meinung:

Dieses Buch flatterte ganz überraschend in meine kleine Stöberecke hinein. Der Verlag meinte es gut mit mir und wollte mir dieses interessante Werk ans Herz legen.

Inhaltlich ist es ein wirklich wichtiges Werk, dass sich sehr genau mit der Thematik des Erwachsenwerdens und der Selbstverwirklichung und Selbstbestimmung von Jugendlichen auseinandersetzt.

Am Aufbau hatte ich leider einiges auszusetzen. Die gesamte Storyline war an sich recht langweilig, durchschaubar und es gab kaum Wendungen, die plötzlich um die Ecke kamen.

 

 

Der Schreibstil an sich ließ sich durch Leichtigkeit und einfache Wortwahl total schnell lesen.

Zur Mitte hin hatte ich allerdings etwas ein Problem damit, dass durch eine inhaltliche Entwicklung die Erzählperspektive von der 1.Person zur 3. wechselte.

Nanette als Protagonistin war mir ehrlich gesagt überhaupt nicht sympathisch und dies hielt sich wirklich lange Zeit. Etwas wärmer wurden wir beide dann zum Ende hin. Ihre Entwicklung war allerdings doch ganz interessant, wenn ich sie auch nicht wirklich mochte.

Alex fand ich vom Charakter her echt interessant! Tiefsinnig, sensibel… und nachher in die völlig falsche Richtung entwickelt…

 

Alles in allem ein interessantes Werk rund um die eigene Persönlichkeit und die eigenen Entscheidungen mit einer nicht ganz perfekten Storyline, dafür aber mit recht guten Charakteren.