Mara Lang – Tag 1: Masken

Mara Lang – Tag 1: Masken

2. März 2020 0 Von Ronja

Blogtour – Werbung


Endlich ist es soweit! Schon sehr lange möchte ich diese Tour veranstalten. Aber irgendwie kam immer etwas dazwischen.
Um diese Tour endlich realisieren zu können habe ich drei wundervolle Bloggerinnen mit ins Boot geholt! Bei ihnen und mir werdet ihr nun also an den nächsten Tagen die wundervolle Mara Lang und ihre Bücher kennen lernen.
Aber genug Gerede… Kommen wir nun zu meinem Lieblingsbuch: ,,Masken”!

Die Maske ist ein Geschenk. Sie gibt den Pheytanern die Freiheit.
– 3. Artikel der Konvention

Vertraue auf die Maske. Sie wird dir den Weg weisen.


,,Rhysa! Warte auf mich!”
,,Dann beeil dich!”
,,Mama sagt, wir sollen hier nicht sein… Sie will nicht, dass wir in fremden Sachen stöbern.”
,,Dann geh doch zurück, Tamir! Und lass mich hier allein. Du bist einfach nur zu neugierig, was ich vielleicht finde und dir nicht erzähle. Hier schau mal unter diesem Tuch steht eine Truhe.”
,,Lass sehen! Meinst du wir kriegen das Schloss daran auf?”
,,Gibt es irgendwas, dass ich nicht aufbekomme? Warte… *klick*… Siehst du schon offen!”
,,Pah! Nur alte Kleider…! Da geh ich wirklich lieber mit Misha im Wald spielen.”
,,Warte doch mal… hier ist ein altes Buch! Findest du nicht, dass sieht aus wie Mutters Schrift?”
,,Könnte stimmen… Was steht da? Lies vor!”
,,Okay… Heute ist es endlich soweit. Heute bekomme ich die Maske.”
,,Was für eine Maske?”
,,Passt du denn nie auf, wenn die Alten etwas erzählen? Damals vor unserer Geburt wurden die Pheytaner von den Merdhugern unterdrückt. In einer Zeremonie bekamen sie sogenannte Masken aufgesetzt. Sie versteckten unsere Male und unterdrückten die Magie und schlossen sie tief in unserem Inneren ein.”
,,Oh,… ja… stimmt… Das erzählt Nolina doch immer wieder…! Aber ich dachte, das wäre nur ein Märchen, wie der finstere Mann im Wald, der mich holt, wenn ich nachts nicht in meinem Bett liege.”
,,Schhhhh… Lass mal weiterlesen: Endlich bin ich siebzehn und mein Leben als Pheytaner hat sein Ablaufdatum gefunden. Ich muss mich nicht mehr verstecken! Meine Kleider werden eine andere Farbe haben als grau. Meine Augen werden etwas anderes wahrnehmen dürfen als den Boden, den meine Füße berühren. In ein paar Stunden werde ich Rechte haben! Ich werde jemand sein! Ich werde eine Merdhugerin sein! Und ich werde endlich schön sein!
,,Oh, Mama wollte diese Maske? Aber Nolina sagt doch in ihren Geschichten immer, wie böse sie sind…?”
,,Ich könnte mir vorstellen, viele wollten damals diese Masken haben. Schließlich waren sie danach etwas wert und vorher nicht. Hier steht es ja auch: Die Maske ist ein Geschenk. Sie gibt den Pheytanern die Freiheit!”
,,Also ich mag mein Gesicht, so wie es ist! Und deins mag ich auch. Wieso sollte man die hinter Masken verstecken.”
,,Natürlich wegen der Magie, du kleiner Dummkopf! Die Merdhuger hatten Angst, dass wir mächtiger werden würden als sie. Die Masken dienten nur zur Unterdrückung. Und überleg doch mal, wenn überall Menschen herumlaufen mit absolut perfekten Gesichtern, dann will man selbst doch auch so wunderschön aussehen… grade, wenn dann auch die Unterdrückung dem Anschein nach endet.”
,,Mhm… Was wohl aus Mamas Maske geworden ist…?”
,,Hier zwei Seiten später steht noch mehr über die Maske: Vater erzählte mir, wie die Maske funktioniert. Aber bei mir klappt es scheinbar nicht. Eigentlich sollte mein Denken nur über die Freude der Freiheit erfüllt sein. Er erzählte mir, dass die Maske nicht nur mein Aussehen verändert. Sie löscht quasi meine Erinnerungen an das Leben als Pheytaner in meinem Kopf aus. Aber bei mir ist das nicht so. Ich denke die ganze Zeit an die Frage, wie die Konvention entstanden ist und warum. Dabei dürfte ich mich dafür durch die Maske gar nicht interessieren. Ich glaube, Vater hat Angst…
,,Was steht da noch! Steht da warum Mutter sie nicht mehr trägt?”
,,Nein, auf den nächsten Seiten steht nur eine Beschreibung irgendeines Festes. Oh, da steht etwas, aber die Schrift ist ganz ausgeblichen… Ich sah… Mann sich die Ma… das soll sicher Maske heißen… riss… Bisher sah ich die Maske wirklich als Geschenk. Aber scheinbar… einer anderen Meinung. Das Mädchen… Zeremonie wollte… auch nicht… Einige haben scheinbar gegen die Maske aufbegehrt.”
,,Was heißt aufbegehrt?”
,,Sie wollten sie nicht! Die nächsten Seiten sind alle nicht mehr lesbar. Nur dieser Satz hier: Die Maske zerfiel zu Staub!
,,Versteh ich nicht… Heißt das Mamas Maske ist kaputt gegangen?”
,,Ich schätze da bekommen wir nur eine Antwort drauf, wenn wir sie fragen…”
,,Das wird ihr nicht gefallen! Wir sollten hier nicht in den Sachen wühlen…!”
,,Okay, ich frag sie. Ich bin jetzt siebzehn, wie sie damals. Alt genug, um alles zu erfahren. Und dann erzähl ich es dir heimlich. In Ordnung?”
,,Oh, Ja!”

Wollt ihr wissen, was die Mutter ihren beiden Kindern so alles erzählen könnte? Dann schaut unbedingt zwischen die Seiten von “Masken – Unter magischer Herrschaft”!


Oben im Text fielen mehrfach die Worte Pheytaner und Merdhuger. Dies sind zwei verschiedene Völker gewesen. Die Merdhuger hatten reine Haut und waren die herrschende Klasse im Land. Die Pheytaner besaßen nicht nur Magie, sondern auch waren sie gekennzeichnet durch kleine blaue sichelförmige Male am Körper. Ferin, die Protagonistin aus ,,Masken” hat zudem noch einen blauen Riss auf der Nase und blaue Lippen. Damit fühlt sie sich absolut nicht schön und sehnt sich nach der Maske, die ihr ein neues Leben schenken soll.

Ke shom baley – Jetzt kenne ich dich.
Corem baley – Ich liebe dich.


Morgen geht es dann weiter an Tag 2 mit ,,Run” bei der lieben Sarah von >> Sunny’s Bücherschloss <<

Ich werde euch hier natürlich auch in den kommenden Tagen die nächsten Artikel verlinken.